Seit einigen Monaten ist unser kleiner Urs in einer Krabbelgruppe. Lefino nennt sich diese, das ist eine Variante der evangelischen Landeskirche von PEKIP. Das Kind spielt in der Mitte, die Eltern unterhalten sich. Es ist der Abschluss des ersten Kurses, im Janaur folgt der Anschlusskurs. Der erste Test: Allein unter Müttern! Sonst sind nur Frauen mit ihrem Baby dort. Wie ist es, als einziger Vater dort aufzukreuzen?
Alle sind freundlich. Die Kursleiterin und die anderen Mütter finden es toll, dass ich hier bin. Allerdings fällt es schwer, der Sprachgeschwindigkeit zu folgen, wenn Frauen die Themen nur so durch die Luft werfen. Nun gut, ich konzentriere mich erstmal auf Urs, er ist als Älterer schon ziemlich klettergewandt und kraxelt durch das ganze Zimmer und die gelbe Matte. Als dann das Lied vom "Kuschelbärchen, liegst in meinem Arm" gesungen wird, komme ich mir etwas seltsam vor. Ist das das richtige Lied für einen Vater? Aber warum eigentlich nicht, für die Kids ist es schön. Irgendwann fliegen Seifenblasen durch den Raum, der Kleine strahlt wie ein Honigkuchenpferd. In diesem Moment habe ich das Gefühl, in der Elternzeit angekommen zu sein. Diese kindliche Begeisterung ist ansteckend.
Ansnonsten haben wir uns eingegroovt, haben unseren Rhythmus gefunden. Aufstehen, Kind wickeln, Flaschen ausspülen und neu aufsetzen, Haushalt richten, frühstücken. Heute geht es raus nach Weilimdorf ins Zentrum mit Urs, ein Spaziergang mit Kinderwagen.
rafael1919 am 27. Dezember 16
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